Back to the Basicsagain

Im Jahr 2002 war es wieder soweit: Nach der erfolgreichen Mondlandung ging's global weiter - mit Asian Sounds & Global Beats in the Mix by Iskra in der Sendung Back To The Basics
vom Vinylizer a.k.a. Marcus Maack im Hamburger Radio Freies Senderkombinat
(FSK). Das ganze war on air am 12. Februar 2002.
Export Quality, Silva Screen Records, 2001 www.x2records.com
Raag Digitaal, Nation Records, 2000
People's Colony No 1, Real World Records, 2001
Dream Of 100 Nations, Nation Records, 1994
Sound, Rufflife Records, 2001
Delirium, Six Degrees Records, 1999
Bengali Bantam Youth Experience!, Warner Music UK, 1999
There Shall Be Love!, Nation Records, 2001
SpellboundArk 21 Records, 2001
Ayeshteni, Mantra Recordings, 2001
Big Drum Small World, Shakti Records, 2001
Salt Rain, Narada Productions, 2001
Outside, Warner Music, 2000
Outside, Warner Music, 2000
Der erste Track im Mix gibt die Richtung des Mixes vor: The Dum Dum Project aus New York mit West India Connection
. Musikalisch bewegt sich der Mix vor allem (aber nicht nur) in der englischen Asian-Musikszene, die durch die Nachkommen von bspw. indischen und pakistanischen Einwanderern getragen wird.
Tradition should not be seen as a dead thing. It is the responsibility of musicians to make music for the people of their time.
, so wird Nusrat Fateh Ali Khan von TJ Rehmi und Ravi Bal zitiert, die den zweiten Track beisteuern - The Healer
vom gemeinsamen Album Raag Digitaal
- und damit ihre Interpretation von Tradition vorstellen.
Die direkte Nachfolge des 1997 verstorbenen Qawwali-Sängers Nusrat Fateh Ali Khan treten Muazzam and Rizwan Ali Khan an. In ihrer Kooperation mit Neil Sparkes und Count Dubulah aka Temple of Sound (ehemals bei Transglobal Underground) schreiben sie die Qawwali-Geschichte an der Stelle weiter, an der Massive Attacks Remix von Nusrat Fateh Ali Khans Mustt Mustt
aufgehört hatte (wie das Label Real World schreibt).
Danach ein Track von den Pionieren des Global-Fusion: Transglobal Underground, die seit Anfang der 90er Jahre traditionelle Klänge aus Afrika, dem Orient und Asien mit modernen elektronischen Klängen verbinden und durch ihre sich wechselnde Besetzung auch immer wieder unterschiedliche Einflüsse verarbeiten. So auch auf ihrem 2001er Album Spellbound
, wovon der Track Drums of Navarone
stammt.
Eine ähnliche Soundmixtur aus Dub, Breakbeats, Ska-Riffs etc. bieten Dreadzone, die auch schon mal einen TGU-Song veredelten (Lookee Here
). Für Different Planets
(von ihrem 2001er Album mit dem programmatischen Namen Sound
) werden euphorische, fast hymnenartige Orchestereffekte bis zum Letzten ausgereizt
[Paul Sullivan, amazon.de].
Das Plattenlabel Six Degrees Records hat in den letzten Jahren mit interessanten Compilations auf sich aufmerksam gemacht. So liefert das Label mit seiner Travel
-Serie eine alljährliche Umschau zu global sounds fused with modern beats and textures
. Wie das im Falle mit Slide Guitars klingen kann, zeigen Euphoria mit Delirium
, hier im Best Bib and Tucker Mix by Mi7
.
The Guardian
feierte das Album Bengali Bantam Youth Experience
von Black Star Liner als die wahrscheinlich bisher beste Veröffentlichung einer anglo-asiatischen Band. Weniger politisch als ihre Kollegen von der Asian Dub Foundation, sind sie verrückter und exzentrischer als Cornershop und viel mehr Club-kompatibler als ihre Real-World-Kollegen Joi. Ihre eigentümliche Mischung aus Techno, Dub, Bluebeat und Bollywood ist auf der Höhe der Zeit (so das Label Echo Beach). Black Star Liner sind nach einer Schiffahrtsgesellschaft benannt, die 1940 während der Bürgerrechtskämpfe schwarze Amerikaner ins Mutterland Afrika brachte.
Die heftigsten Dub- und Breakbeats mit den engagiertesten und sehr deutlichen Texten gegen Diskriminierung u.a. liefern seit jeher die englischen Asian-Dance-Revoluzzer
Fun'Da'Mental, die Band um den Label-Chef von Nation Records aus England. Mit ihrem neuen Album There Shall Be Love?
schlagen sie eine Brücke von pakistanischen Qawwal-Gesängen zu südafrikanischen Gospel [Review von Tobias Maier, Blue Rhythm/RADIOmultikulti].
Natacha Atlas war lange Zeit fester Bestandteil von Transglobal Underground. Mittlerweile ist sie auch solo sehr erfolgreich. So hat sie bisher vier Solo-Alben veröffentlicht, vom letzten stammt der in Französisch gesungene Track Soleil D'Egypte
. Sie arbeitet aber auch weiterhin mit vielen Kollegen zusammen, wie zum Beispiel mit TJ Rehmi, Nitin Sawhney und The Dhol Foundation.
The Dhol Foundation ist ein Projekt von Johnny Kalsi. Dessen Dhol-Drums waren schon bei Transglobal Undergrounds Drums of Navarone
zu hören. 2001 wurde sein Album Big Drum: Small World
veröffentlicht, daraus eine Kooperation mit Natacha Atlas und Shin DCS: Tere Bina
.
Susheela Raman, in England als Kind südindischer Eltern geboren und in Australien aufgewachsen, war schon auf dem Album One and One is One
von Joi zu hören. Jedoch bewegt sie sich musikalisch in eine, sagen wir mal, ruhigere Richtung, wie ihr Debüt Salt Rain
zeigt, das auf traditioneller Tamil-Musik, kombiniert mit Jazz-Folk-Pop-Einflüssen basiert: my music is more shaped by growing up in Australia, going to the beach, the vibrations off the ocean... the spatial dimensions are different and that means my music is different.
Der Song Trust In Me
stammt aus dem Film Das Dschungelbuch
.
Last but not least: Amar. Amar wurde bekannt durch ihre Zusammenarbeit mit Talvin Singh beim Track Jaan
vom Album Anokha - Soundz of the Asian Underground
aus dem Jahr 1997. 1999 arbeitete sie mit dem Rai-Musiker Khaled zusammen, der gemeinsame Song El Harba Wine
ist auf dessem Album Kenza
erschienen. Im Jahr 2000 schließlich wurde ihr Debüt Outside
veröffentlicht, das u.a. von Nitin Sawhney mitproduziert wurde. Im Booklet schreibt sie: 'Outside' is not an album that stands up & says 'this is my message to the world', but more an album that jumps up & screams 2 those who have begun to grow, like me... It's just for a long time i was just a singer, an outsider, not the 1 with the opinions & the vision. That changed. ... I think 'Outside' is just the beginning of the journey, to the inside.
In diesem Sinne bilden die beiden Tracks Another Tune
und Morning
den Abschluss meines Mixes für Back To The Basics ;-)