HISTORY

Der Radiosender hat seinen Ursprung im Jahr 1964, als in Berlin (Ost) das Deutschlandtreffen der Jugend veranstaltet wurde. Zu diesem Zweck wurde ein Festivalradio für die Teilnehmer und Gastgeber installiert, das zum ersten Mal im Osten sich an einem frischen, jugendgerechten Programm versuchte. Der Name: Sonderstudio Deutschlandtreffen 1964, kurz: DT64. Da das Serviceprogramm ziemlich erfolgreich war, wurde es als Jugenstudio DT64 zum regelmäßigen Programmteil des Senders Berliner Rundfunk. Anfangs mit einer Sendezeit von 10 Stunden pro Woche wurde das Programm schrittweise ausgebaut. Bis zur Realisierung eines eigenen DDR-Jugendradios sollte es aber noch einige Jahre dauern. Anfang der 80er Jahre war es dann soweit. Am 7. März 1986 wurde aus Jugendstudio DT64 vom Berliner Rundfunk durch die Fusion mit Hallo - das Jugendjournal vom Sender Stimme der DDR das Jugendradio DT64.

Ab Dezember 1987 wird das Programm von DT64 zu einem 20-Stunden-Programm pro Tag ausgeweitet. Die Morgensendung, die ab 4.00 Uhr ausgestrahlt wird, nennt sich Morgenrock. Das Nachmittagsprogramm direkt. Mit dem Hit-Globus wird samstags eine internationale Hitumschau gesendet, die die Charts aus der BRD, Großbritannien und den USA vorstellt. Legendärste Musiksendung ist wohl der Nachschnittservice Duett - Musik für den Rekorder, in der Langspielplatten von West- aber auch von Ostbands komplett gespielt werden. Die Musikindustrie im Westen war wohl nicht erfreut darüber, aber die meisten Westplatten waren im DDR-Handel sowieso nicht erhältlich.

Durch Geschenke anläßlich meiner Jugendweihe 1987 kaufte ich mir meinen ersten Kassettenrekorder der Marke SKR 700, den ersten Stereo-Kassettenrekorder der DDR. Der kostete stolze 1045,- Mark der DDR. Mit diesem Kassettenrekorder begann auch meine Radioliason mit DT64. Meine Einsteigersendung zum Musikmitschneiden war die internationale Hitumschau Hit-Globus mit Schnellsprecher Lutz Bertram mit den Charts aus der BRD, England und den USA in der ersten Stunde und den Top 20-Hörercharts in der zweiten Stunde. Weiterhin gab es die Podiumsdiskothek mit Stefan Lasch mit Musik für die Diskotheken und die Hörerwunschsendung Mobil-Popradio. Hier wurde - wie auch in der Bravo üblich - ein englischer Popliedtext ins Deutsche übersetzt. Wenn man wollte, konnte man sich den Liedtext nebst Übersetzung zuschicken lassen.

1989, die Wende in der DDR. Chancen für die Medien, sich endlich zu profilieren, die Pressefreiheit ernst zu nehmen. Das Jugendmagazin ELF 99 des DDR-Fernsehens, erst seit September 1989 auf Sendung, und das Jugendradio DT64 nutzen die Chance, durch engagierte Programme (berühmtestes Beispiel ist wohl die Wandlitz-Reportage von ELF 99) die Wendezeiten zu begleiten, zu reflektieren, auch voranzutreiben, und sich dadurch ein Vertrauen bei Zuschauern bzw. Hörern zu erwerben, das es zu Vorwendezeiten so nicht gab.

Ab April 1990 ist DT64 24 Stunden on air. Die Jingles mit einem gesungenen Jugendradio als Kennung, 1987 eingeführt, werden durch neue mit einem gesprochenen DT64 abgelöst. Als neue Sendungen gibt es das Schülermagazin Lockruf am Nachmittag sowie für die neue Nachtschiene im Programm die Schlafstörung und die Grauzone.

Vom 17. bis zum 25. August 1990 wird die bis dato längste Hitparade ausgestrahlt, die Top 2000 D ist eine Gemeinschaftssendung von SDR 3 (Süddeutscher Rundfunk) und DT64. Hörer beider Sender konnten im Vorfeld per Postkarte ihre Favoriten wählen. Platz 1 belegt Sinead O'Connor mit dem Titel Nothing Compares 2 U.

Im Zuge des Vereinigungsprozesses beider deutscher Staaten werden die Medien der DDR als Einrichtungen nach Artikel 36 des Einigungsvertrages in öffentlich-rechtliche Programme überführt. Dies geschieht jedoch über die Abwicklung. Zum Ende des Jahres 1991 werden der Deutsche Fernsehfunk (DFF), wie das Fernsehen der DDR ursprünglich und seit 1990 wieder hieß, sowie die Programme des Funkhauses Berlin, des ehemaligen Rundfunks der DDR, abgewickelt und entsprechende öffentlich-rechtliche Sendeanstalten in den neuen Bundesländern gebildet. Auch das Jugendradio DT64 sollte abgewickelt werden. Da der Sender jedoch nach der Wende eine starke Hörerbindung erreichen konnte, die in zahlreichen Hörerprotesten resultierten, wurde nach Lösungen für eine Fortbestand des Senders gesucht. Nach vielen Querelen und kurz vor Ende des Jahres 1991 stand fest, dass der neu gegründete Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) das Programm, zumindest für ein halbes Jahr, unter seinem Dach 1992 fortführen wird. In Berlin und Brandenburg konnten sich der Sender Freies Berlin (SFB), der bis dato ein eigenes Jugendprogramm, Radio 4 U, bestritt, und der neu gegründete Ostdeutsche Rundfunk Brandenburg (ORB) nicht für eine Fortführung des Programms DT64 erwärmen. Auch in Mecklenburg-Vorpommern wollte sich der Norddeutsche Rundfunk (NDR) nicht an DT64 beteiligen. Der ORB installierte im Januar 1992 eine eigene Jugendwelle, Rockradio B, die zum Teil von nicht bei DT64 verbliebenen Mitarbeitern rekrutiert wurde. 1993 fusionierten Rockradio B (ORB) und Radio 4 U (SFB) zu Radio Fritz, das auch heute noch in Berlin und Brandenburg erfolgreich funkt.

Jugendradio DT64, das unter dem Dach des MDR weiter funkte, musste auf Drängen der Politik hin seinen Namen ändern. Am 1. Mai 1993 wurde aus dem Sender MDR Sputnik, in Anlehnung an den ersten künstlichen Erdsatelliten (das Programm war seit 1. März 1993 auch über Satellit empfangbar und wurde ab 1. Juli 1993 ausschließlich über Satellit ausgestrahlt) sowie an das sowjetische Magazin Sputnik, dessen Verbot in der DDR 1988 für reichlich Aufsehen gesorgt hatte - auch auf DT64, als die Moderatorin Silke Hasselmann dieses Verbot in der Anmoderation zur Nachmittagssendung direkt mit den Worten Ein Sputnik ist heute abgestürzt kommentierte und Senderedakteur Achim Gröschel den Song Aufruhr in den Augen der Berliner Band Pankow spielen ließ.

Im November 1993 verließ MDR Sputnik die alte Berliner Heimat, um im sachsen-anhaltinischen Halle im Sendegebiet der Mutteranstalt MDR eine neue Heimat zu finden.

  FREQUENZPOKER

Der RIAS-Coup im September 1990

In einer Nacht-und-Nebelaktion kapert der Intendant des DDR-Rundfunks Christoph Singelstein am 7. September 1990 sämtliche Frequenzen des Jugendradios außerhalb des Großraums Berlin und lässt auf den Frequenzen das Programm vom Sender RIAS 1 aus (West-)Berlin ausstrahlen. Dieser Coup, der weder mit dem betroffenen Jugendradio noch mit dem DDR-Medienministerium abgesprochen war, sorgt für ein großes Medienecho. DT64 wird zum ersten Mal Thema in den ARD-Tagesthemen mit Sabine Christiansen. Was nicht vorherzusehen war, landesweit gibt es massive Proteste der jugendlichen Zuhörer... 24 Stunden nach der Abschaltung bekommt DT64 die landesweiten Frequenzen zurück. Doch dies war nur ein kleiner Vorgeschmack auf die Ereignisse, die im Rahmen der deutschen Wiedervereinigung noch kommen sollten.

1991

DT64 wird zum Programm der Einrichtung nach Artikel 36 des Einigungsvertrages. Das heißt, dass das Programm, sollte keine andere Entscheidung getroffen werden, zum 31. Dezember 1991 abgewickelt werden muss. Die Freundeskreise des Jugendradio DT64 gründen sich, eigennützige Vereine, gegründet von Höreren, die die Abwicklung verhindern wollen.

Erstes Halbjahr 1992

Nach erfolgreicher Abwicklung des Deutschen Fernsehfunks und der Hörfunkprogramme aus dem Funkhaus Nalepastraße zum 31. Dezember 1991 kann DT64 jedoch als MDR-Jugendradio ab dem 1. Januar 1992 vorerst auf UKW weiter senden. Zumindest in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, dem Sendegebiet der öffentlich-rechtlichen Dreiländeranstalt Mitteldeutscher Rundfunk. Die Ausstrahlung auf UKW ist dort jedoch nur bis zum 30. Juni 1992 gesichert. Denn die Frequenzen, auf denen DT64 dort sendet, sind schon dem Privatfunk zugesprochen worden.

In Berlin und Brandenburg muss sich DT64 die Frequenzen mit der neu gegründeten ORB-Jugendwelle Rockradio B teilen. Damit ist aber auch ab dem 1. Juli 1992 Schluss. Rockradio B sendet 24 Stunden am Tag, gleichzeitig gehen der ORB und SFB eine Radiokooperation für eine Berlin-brandenburgische Jugendwelle ein. Aus Rockradio B (ORB) und Radio 4 U (SFB) wird ab 1. März 1993 Radio Fritz.

DT64 kehrt zurück zu den Wurzeln des Rock'n'Roll

Da im Sendegebiet des MDR keine UKW-Frequenzen zur Verfügung standen bzw. man von Seiten der Staatskanzleien nicht gewillt war, UKW-Frequenzen bereitzustellen, wurde DT64 auf Mittelwelle umgepflanzt, auf einer Frequenz, die von mdr info geliehen wurde. Die Mittelwellensendeanlage für die Frequenz 1044 kHz stand in Wilsdruff bei Dresden. Interessanterweise wurde die Frequenz auch vom Sächsischen Landtag für die Ausstrahlung der Landtagssitzungen genutzt, so dass DT64 von Zeit zu Zeit Sendepause hatte. Obwohl der MDR eine Ersatzfrequenz dem Sächsischen Landtag angeboten hatte, wollte er partout auf der 1044 kHz funken. Warum auch nicht, im Zuge der Aufschaltung von DT64 auf die Mittelwellenfrequenz wurde die Sendeleistung erhöht, damit zumindest ansatzweise das ehemalige DT64-Sendegebiet in den Genuss des Jugendradioprogramms kam - und in den Genuss der sächsischen Landtagssitzungen.

DT64 kommt in den Himmel

Ab dem 1. März 1993 um 9 Uhr ist DT64 wieder in Stereo zu empfangen - Live und in Farbe, wie Katja Weise in der Sendung Take Five das alte neue Hörgefühl begrüßt - und zwar als Tonunterträger des Pay-TV-Programms Premiere auf dem Satelliten Astra 1B. Später wechselt Sputnik das Fernsehprogramm, zum Sputnik-Sound kann man dann das MDR-Fernsehen genießen.

Weitere Nischen im Radioempfang werden ebenfalls genutzt:

Kabelsalat

Magazinwerbung: Die Rückkehr des Kultradios, 1997

Mit der Übertragung via Satelllit ist auch die Aufschaltung in die Kabelnetze möglich. Dies geht aber langsam voran, da die Kabelnetzbetreiber überzeugt werden müssen, dieses Programm einzuspeisen.

Als wichtigste Einspeisung in ein Kabelnetz wurde die in das Berliner Kabel (100,3 MHz) 1996 angesehen. Die alte Heimat des Senders konnte damit ohne Satellitenempfang wieder zuhören. Das Ereignis wurde in Berliner Stadtmagazinen als die Rückkehr des Kultradios beworben (siehe Bild rechts).

Die Landung: Wir kommen in friedlicher Absicht

Am 15. September 1997 ist es soweit: die sachsen-anhaltinische Landesregierung weist MDR Sputnik die UKW-Frequenz 104,4 MHz im Großraum Halle zu. Ob die ehemalige Mittelwellenfrequenz 1044 kHz Inspiration war? Jedenfalls ist damit Sputnik erstmals seit der UKW-Abschaltung 1992 wieder terrestrisch in Stereo zu empfangen. It must be a dream meint Johannes Paetzold in seiner Sendung Makossa und läßt dies Bim Sherman intonieren. In Anlehnung an die Science-Fiction-Parodie Mars Attacks kommentiert Sputnik dieses Ereignis mit dem Slogan Wir kommen in friedlicher Absicht!. Doch bald mag mancher diesen Spruch genauso interpretieren wie im Film. Die Außerirdischen meinten es dort ja auch nicht ernst... Sputnik propagiert die Zone 104-Punkt-4 (erinnert stark an ähnliche Sprüche im Privatfunk), beginnt wieder mit der Ausstrahlung eines Verkehrsservices für den Raum Halle, obwohl der Großteil der Zielgruppe wohl noch gar nicht fahren darf... Im Oktober 1997 ändert sich das Erscheinungsbild durch neue Jingles und verschreckt damit erneut die alte treue Fangemeinde aus Mittelwellen-, Satelliten- und Kabelzeiten, die vielmehr von einer Bruchlandung als von einer geglückten Landung sprechen mag.

Auch Sachsen und die private Radiokonkurrenz freuten sich nicht über die Aufschaltung. Sie argumentieren, die Aufschaltung des Senders sei nicht rechtens, weil im MDR-Rundfunkstaatsvertrag dies nicht vorgesehen sei. Insgesamt wird seit 1992 die Rechtmäßigkeit der Ausstrahlung des MDR-Jugendradios von ihnen angezweifelt.

Sputnik rechtmäßig auf UKW 104.4 in Halle. Am 21. Oktober 1998 wies das Bundesverwaltungsgericht in Berlin in letzter Instanz eine Klage des Freistaates Sachsen zurück. Sachsen hatte argumentiert, die Ausstahlung von MDR Sputnik auf UKW verstoße gegen den MDR-Staatsvertrag. Der MDR darf jedoch mehr als drei Wellen über UKW ausstrahlen, so das Urteil.

Mittlerweile bekam Sputnik noch mehr UKW-Frequenzen, bisher jedoch nur für Sachsen-Anhalt: Magdeburg 105.2 MHz, Stendal 104.8 MHz, Salzwedel, Arendsee und Gardelegen 105.0 MHz und Jerichow/Genthin 90.5 MHz.

Sputnik goes Internetradio

Seit August 1999 ist MDR Sputnik auch als Live-Stream im Internet zu hören. Mittlerweile werden vier zusätzliche Channels getrennt nach Rock, Dance, Club und Black Music angeboten, die die Highlights aus den jeweiligen Musikspecials wiederholen.

  TRAMP - EIN SENDER AUF REISEN

Zu DDR-Seiten war das Jugendradio DT64 in der Hauptzentrale des DDR-Rundfunks seßhaft: im Funkhaus in der (Ost-)Berliner Nalepastraße. Nach Abwicklung des DDR-Rundfunks blieb man noch einige Zeit gemeinsam mit den neugegründeten oder von der Abwicklung übrig gebliebenen Sendern Rockradio B/Fritz, DS Kultur und Berliner Rundfunk in der Nalepastraße sitzen, obwohl in Berlin der Sender nicht mehr empfangen werden konnte. Da der Sender seit 1992 jedoch vom Mitteldeutschen Rundfunk betrieben wurde, war ein Umzug in dessen Sendegebiet unausweichlich. Zunächst war als neuer Standort Leipzig geplant gewesen, doch Halle an der Saale wurde von den Ländern als Hörfunkzentrale der Dreiländeranstalt auserkoren. Sputnik war der erste Radiosender des MDR, der die Stadt ausprobieren durfte. Im November 1993 war es soweit, Sputnik zog von der Spree an die Saale, von der Nalepastraße an den Waisenhausring. Die letzte Sendung aus Berlin war der Zeitgeist mit Karla Schlender und Karsten Blumenthal, die erste Sendung aus Halle war die Rush Hour mit André Bochow.

In Halle selbst zog der Sender auch noch einmal um. Nach Fertigstellung des Neubaus für die neue Hörfunkzentrale des MDR zog Sputnik im Juli 1999 als erster MDR-Sender an die Spitze, in die Gerberstraße, ein. Am 30. Juli 1999 21.00 Uhr war für MDR Sputnik offizieller Sendestart aus der neuen Hörfunkzentrale des MDR in Halle.

  DOKUMENTATIONEN

DT64 - Das Buch zum Jugendradio 1964-1993

DT64 - Das Buch zum Jugendradio 1964-1993, 1993

1993 erschien ein Buch über die Chronik des Jugendradio DT64, mit Beiträgen von Machern, Journalisten, Kulturwissenschaftlern, Politikern und Hörern:

Andreas Ulrich, Jörg Wagner (Hrsg.): DT64 - Das Buch zum Jugendradio 1964-1993, Thom Verlag Leipzig, 1993.
Kurzbeschreibung des Buchs (vom Buch-Cover): DT64 zwischen 1964 und 1993: Geschichten über DDR-Jugendpolitik und Jugendkultur, Musik, Hörfunkjournalismus im gesellschaftlichen Wandel, Medienpolitik im vereinten Deutschland und die einzigartige Radiobürgerbewegung zum Erhalt von DT64.
Die Autoren des Buches: Kurt Biedenkopf, Ralf Bieniek, Marion Brasch, Thomas Braune, Lutz Deckwerth, Christoph Dieckmann, Marusha Gleiss, Heiko Hilker, Olaf Leitner, Bernhard Mehnke, Wolfgang Mühl-Benninghaus, Harald Müller, Thomas Müller, Karl-Heinz Neumann, Alexander Osang, Dietmar Ringel., Roland Schneider, Lutz Schramm, andreas Ulrich, Gerlinde Voss, Jörg Wagner.

Jugendradio DT64 - Chronik einer angekündigten Abwicklung

Videocover von: Jugendradio DT64 - Chronik einer angekuendigten Abschaltung, 1992

1992 erschien ein VHS-Video zu DT64, das dessen Schicksal in der Zeit zwischen September 1991 und Februar 1992 dokumentiert:

Jugendradio DT64 - Chronik einer angekündigten Abwicklung, VHS-Video, Ein Film von Ulrike Hemberger und Rainer Hällfritzsch, Montage: Lih Janowitz, Produktion und Vertrieb: Werkstatt für Interkulturelle Medienarbeit, WIM e.V., Berlin, 1992, 50 Min.
Kurzbeschreibung des Videos (vom Video-Cover): DT64: Einige Politiker wollen den ostdeutschen Jugendsender zum 31.12.1991 abschalten - eine Million HörerInnen wollen ihn weiter einschalten. Wer am längeren Hebel sitzt, ist klar. Aber die Power der HörerInnen trotzt den Verantwortlichen in einem spannenden Wettlauf mit der Zeit ein überraschendes Zugeständnis ab: Einen Tag vor Silvester steht fest, die Abwicklung ist vorerst verhindert. Der Film schildert den phantasiereichen Kampf um den beliebten Jugendsender von September 1991 bis Februar 1992. Die Chronik endet offen, denn auch im Frühjahr 1992 steht die Zukunft von DT64 immer noch in den Sternen.